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Konzertkirche Gettorf Drucken

st jrgen gettotfKonzertkirche Gettorf

Antragsteller: Ev. Luth. Kirchengemeinde Gettorf

Beantragte Förderung: 44.165,00 € / 55% der zuschussfähigen Kosten

Maßnahmen: Potenzialanalyse, Eingangs- und WC-Situation, Zuwegung, Beleuchtung

Projektbeschreibung: Die St. Jürgen-Kirche wird bereits für Orgelkonzerte genutzt. Ein weiterer Ausbau der Nutzung als Konzertkirche hätte viele Vorteile. Die St. Jürgen-Kirche zu Gettorf ist nicht nur ein starker Stützpfeiler unserer Gesellschaft, sondern weithin über das Land als touristisch und kulturell wertvoller, markanter Gebäudepunkt bis weit in den Dänischen Wohld hinein sichtbar.  Nicht  zuletzt  der  64 m hohe Turm der St. Jürgen-Kirche trägt bereits seit dem 15. Jahrhundert hierzu bei. Der demografische Wandel in der Gesellschaft macht sich auch in der Nutzung der kirchlichen Räumlichkeiten bemerkbar. So ist z.B. der Raumbedarf für junge Familien höher und die Bedürfnisse, vor allem der älteren und in der Gesundheit beeinträchtigten Menschen, gewachsen. Der Ausbau der Kirche könnte auch zu neuen Besuchern und Interessierten in der gemeindlichen Arbeit führen. Die Kirchengemeinde Gettorf hat sich auf Anregung und Intention des Kirchbauvereins St. Jürgen mit den Ideen zur Umgestaltung der St. Jürgen-Kirche zu Gettorf zu einer Konzertkirche beschäftigt. Aufgrund der finanziellen und personellen Unterstützung durch den Kirchbauverein ist die Kirchengemeinde bewegt, eine Weiterentwicklung zur Konzertkirche in Gettorf anzustreben. Die Möglichkeiten in der Kirche sind jedoch für die Besucher etwas eingeschränkt, da es derzeit einen nicht gut entwickelten barrierefreien Eingang und nur sehr spartanisch angelegte Sanitäranlagen gibt. Die Sänitäranlagen sollen barrierefrei hergerichtet werden. Auch die Zuwegungen und der Haupteingang sollten einen positiveren Gesamteindruck erhalten. Der derzeitige Zustand im Sanitärbereich und im Eingangsbereich führt dazu, dass ein großes kulturelles Potenzial nicht vollständig genutzt wird.

Für die Kulturlandschaft im Dänischen Wohld liegt folgende Situation vor:

Stärken:

  • viele Vereine und Verbände mit breitem, umfassendem Angebot aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport und Naturschutz;
  • Angebote von verschiedenen Laienspielgruppen in diversen Gaststätten oder anderen Aufführungsräumlichkeiten;
  • Existenz einer Kirche mit hohem Bekanntheitsgrad und hervorragender Akustik und überregionaler Ausstrahlung;
  • grundsätzliche Bereitschaft der Kirchengemeinde für die Öffnung der Kirche für kulturelle Veranstaltungen;
  • namhafte Künstler haben bereits nach der Möglichkeit des Auftrittes in der Kirche angefragt, dieser musste jedoch aufgrund der räumlichen Grundbedingungen bisher versagt bleiben;
  • die Kirche verfügt über eine tolle Akustik, bei sehr schönen, stilvollen Räumlichkeiten; die Kirche wird als Ort der Ruhe/Stille wahrgenommen und eignet sich daher besonders für musikalische Aufführungen;
  • Wanderausstellungen aus biblischer Zeit wären unter geänderten baulichen Voraussetzungen denkbar, ebenso eine Kunstausstellung in der Marienkapelle.

Schwächen:

  • zu wenig kulturelle Veranstaltungen;
  • mangelnde, übergeordnete Außendarstellung der Öffentlichkeitsarbeit fehlt;
  • fehlende Transparenz über bestehende Angebote;
  • mangelnde Sanitäranlagen im Kirchengebäude;
  • schlechte Eigenschaften der Zuwegungen;
  • wenig attraktiver Eingang für Menschen mit Handicap;
  • mangelnde Gelegenheit der Unterbringung von Garderoben für Konzertbesucher;
  • Image eines Hintereinganges für den barrierefreien Zugang zum Kirchengebäude;
  • es gibt keine Handläufe und keine Beleuchtung am Haupteingang;
  • ein Jahresplaner über die Veranstaltungen existiert derzeit nicht;
  • ein Eventmanagement gibt es nicht;
  • eine Begleitung kleinerer Veranstaltungen durch die Orgelmusik ist aufgrund der räum­lichen Anordnung der Orgel gegenüber dem Altarraum nur schwierig möglich;
  • mangelnde Beleuchtung im Eingangsbereich aber auch im Altarraum sowie im gesamten Kirchenschiff.

Um die gesamte Kulturlandschaft im Dänischen Wohld zu stärken, werden die Durchführung einer Marketingmaßnahme und der Umbau der Kirche zu einer Konzertkirche mit der Erstellung eines entsprechenden Sanitärtraktes sowie die Umgestaltung und Verbesserung des Eingangsbereiches unerlässlich sein. Ebenso sollte die Beleuchtung verbessert und die Zuwegung, vor allem der barrierefreie Zugang, den Charme eines Hintereinganges verlieren. Bevor jedoch bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, soll eine Potenzialanalyse sowohl die akutische Eignung der Kirche als auch die Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Veranstaltungsorten prüfen. Die Projektträgerschaft und Finanzierung liegt in der Hand der Kirchengemeinde Gettorf.

Der Arbeitskreis Tourismus und Kultur unterstützt die Durchführung dieses Projektes.