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Hüttener Berge und Lindhöft profitieren Drucken

Die AktivRegion Hügelland am Ostseestrand hat von 2009 bis 2011 für rund 45 Projekte eine Fördersumme von 3,2 Millionen Euro generiert. Dadurch wurden laut Geschäftsführer Max Triphaus Investitionen vo elf Millionen Euro ausgelöst. Gestern segnete der Vorstand der AktivRegion in Gettorf zwei neue Projekte ab: ein Besucherlenkungs- und Informationssystem (BIS) für die Hüttener Berge sowie eine Boule-Bahn und einen Bewegungspark für den zentralen Dorfplatz in Lindhöft.

Das Besucherlenkungs- und Informationssystem soll eine grundlegende touristische Infrastruktur für den Naturpark schaffen und zugleich ein zusätzlicher Beitrag zur Umweltbildung sein. Wie die Vorsitzende der AktivRegion, Christiane Ostermeyer aus Owschlag mitteilte, sieht das Projekt unter anderem Informationstafeln auf Dorf- und Parkplätzen sowie die Beschilderung von 28 Wander- und Radrouten vor. Zu den geplanten Maßnahmen gehören auch ein spezieller Internetauftritt, Broschüren sowie eine Smartphone-App.

An baulichen Maßnahmen sind eine von Künstler Uwe Gripp geplante Schutzhütte in Damendorf sowie die optische Aufwertung von Park- und Rastplätzen geplant. Die Umsetzung, die noch vor Beginn der neuen Saison erfolgen soll, liegt federführend bei der Eckernförder Tourismus und Marketing GmbH und beim Naturparkverein. Die Investitionssumme beläuft sich auf 115 000 Euro, förderfähig sind 53 000 Euro.

Ja sagte der Vorstand auch zum Bau einer Boule-Bahn auf dem Dorfplatz und zur Errichtung von drei Outdoor-Fitnessgeräten am Mühlenweg in Lindhöft. Auch Eckernförde hat Interesse an Outdoor-Fitnessgeräten für Senioren angemeldet, so Stefanie Gravert, Assistentin des AktivRegions-Geschäftsführers. Es können sich noch weitere Gemeinden anschließen. Gravert:"Interessant ist das vor allem für solche Gemeinden, die für sich allein unter der Bagatellgrenze von 7500 Euro liegen würden."
"Noch haben wir Platz für Projekte", sagte Max Triphaus und verwies auf rund 200 000 Euro Restmittel aus den Jahren 2011 und 2012. Auch stehen nach Auskunft des Geschäftsführers knapp 900 000 Euro an Health-Check-Mitteln zur Verfügung. Hinter diesem sperrigen Begriff verbergen sich EU-Gelder, die aus der landwirtschaftlichen Direktförderung zweckgebunden in die Förderung ländlcher Entwicklung umgeschichtet wurden. Triphaus nannte als Beispiele Projekte zur Erhaltung der biologischen Vielfalt oder klimaschutzfördernde Maßnahmen. Die Förderquote liege bei bis zu 75 Prozent. Bisher gebe es zehn Interessenbekundungen unter anderem aus der Gemeinde Lindau. Dort ist angedacht, die öffentlichen Gebäude im Ortsteil Revensdorf mit Holzhackschnitzeln zu beheizen.

"Die AktivRegion ist längst als wichtiger Impuls für die Regionalentwicklung anerkannt", so die Bilanz von Christiane Ostermeyer. Es gebe bereits erste Signale aus Brüssel für einer weitere Förderperiode ab 2014.