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Neue Ideen für die Aktivregion Drucken

Eckernförde. Der Vorstand der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand hat eine Bilanz der öffentlichen Ideenworkshops gezogen, die kürzlich in Owschlag, Altenholz und Gettorf stattfanden. Demnach sollen in den kommenden zwei Jahren vor allem die Rad- und Wanderwegenetze weiter ausgebaut, dezentrale Sportangebote in kleinen Dörfern gefördert sowie das Projekt „Landwirtschaft zum Anfassen“ wieder aufgegriffen werden.

Doch zunächst gab der Vorstand grünes Licht für die Sanierung einer maroden Brücke über die Sorge bei Owschlag. Das erst vor elf Jahren errichtete Bauwerk ist Teil des ländlichen Verbindungsweges von Owschlag zur B77 Richtung Rendsburg und seit einem Jahr aufgrund des schlechten Zustandes des Aufbaus gesperrt. Die Aktivregion gibt 63000 Euro für die insgesamt 138000 Euro teure Instandsetzung frei.

Ebenfalls Fördergelder soll die Gemeinde Dänischenhagen für den Ausbau einer 1,2 Kilometer langen Teilstrecke des Sturenhagener Wegs erhalten. Rund 70000 Euro an Mitteln stehen dafür zurzeit zur Verfügung. Der Förderbedarf liegt bei 162000 Euro. Regionalmanager Max Triphaus will sich bemühen, bei anderen Aktivregionen weitere Restmittel einzuwerben. Dänischenhagen hat noch bis Jahresende Zeit, ein Kernwegekonzept und den Antrag zu verabschieden. Das Konzept ist Voraussetzung für die Landes-Fördergelder, die die Aktivregion im Auftrag für den Ausbau ländlicher Kernwegenetze vergibt.
Die Aktivregion selbst kann im kommenden Jahr aus dem eigenen Grundbudget Zuschüsse in einer Gesamthöhe von 250000 Euro ausschütten. Schon jetzt steht fest, dass ein Beschilderungs- und Infosystem für den Naturpark Hüttener Berge unterstützt wird, dass zum Saisonbeginn stehen soll. Ein ähnliches Beschilderungssystem sei auch für den Dänischen Wohld gewünscht, berichtete Triphaus.

Darüber hinaus will die AKtivregion nach Anregungen aus den Workshops die Wegenetze für Wanderer, Radfahrer und Reiterweiter vorantreiben. Sinnvoll seien vor allem Lückenschlüsse, so Triphaus. Auch Wege-Möblierungen wie Ruhebänke und Rastplatz-WCs wurden angeregt. Zweites Thema sind dezentrale Sportangebote in kleineren Dörfern. Hier gehe es darum, Räume zu finden und Bedarfe zu ermitteln, damit beispielsweise Gymnastik-Kurse angeboten werden können, sagte der Regionalmanager. Auf Eckernförde ausgeweitet werden soll der Internet-Auftritt "Fischerleben" - ein Gemeinschaftsprojekt aller Fischerei wirtschaftsgebiete in Schleswig-Holstein. Auf der Homepage können Fischer zum Beispiel ihre aktuellen Anlandezeiten für den Fang einstellen. In der Pobstei, so Triphaus, würden einige Fischer über dieses System nur noch direkt frisch vom Kutter verkaufen. Anfang nächsten Jahres soll die Seite "Fischerleben" online gehen. In Kürze wird das Projekt im Arbeitskreis Fischerei vorgestellt.

Rund 900.000 Euro stehen für die Region aus sogenannten Health-Check-Fördermitteln in Aussicht. Schwerpunkt dieses EU-Programms ist Förderung erneuerbarer Energien. Da das Gros der bisherigen Anträge nicht genehmigungsfähig war, sind die Rahmenbedingungen gelockert worden. Die meisten Bewerbungen erwartet Triphaus aus dem Bereich der energetischen Optimierung öffentlicher Gebäude, die Aufgaben der Grundversorgung erfüllen. Hierzu müssen allerdings alternative Energieträger wie Pelletheizungen, Biogas-Anschlüsse oder Solarthermie kommen. Für Lindau und ihr Projekt, den Ortsteil Revensdorf mit Wärme aus einem Hackschnitzel-Heizwerk zu versorgen, sieht der Regionalmanager vor diesem Hintergrund gute Chancen. Die Förderquote liegt bei 75 Prozent. Bis Ende März können die Gemeinden noh Vorhaben entwickeln.